Am vierten Spieltag traf sich die Landesliga 1 auf der wunderschönen Anlage in Wesel. Während die Heimmannschaft mit einem Heimsieg die Tabellenführung alleine für sich beanspruchen wollte, hoffte die Mannschaft aus Dormagen auf den großen Coup und dem Überraschungssieg. Auch bei einer Platzierung direkt hinter Wesel besteht für sie noch die große Chance, am letzten Spieltag in Essen, den Staffelsieg zu erlangen.

Um Ihre Ansprüche zu untermauern, investierte die Mannschaft vom Hackenbroich viel Freizeit und absolvierte viele Trainingseinheiten. Auch alle anderen Mannschaften nahmen das Abenteuer „Betonspieltag“ sehr ernst und so sah man sich an vielen Tagen in Wesel beim Training.

Der bis dahin heißeste Tag des Jahres sollte auch auf den Bahnen heiß ausgetragen werden. Allen voran die Mannschaft aus Essen legte sehr heiß los und zauberten eine fantastische Runde mit nur insgesamt 124 Schlag hin, bei fünf gewerteten Spielern. Hauptverantwortlich für dieses fantastische Ergebnis waren Anita Stamm und Winnie Lüttenberg, beide spielten jeweils die Tagesbestleistung von 22 Schlag. Danach folgte die Mannschaft aus Wesel mit 132 Schlag, dicht dahinter folgte die ambitionierte Mannschaft aus Dormagen mit 136 Schlag. Paffendorf mit 151 Schlag und Büttgen mit 164 Schlag waren bereits abgeschlagen und sollten Ihre Platzierungen am Ende auch behalten.

 

In den Runden zwei und drei änderte sich an der Konstellation an der Spitze wenig. Warum auch immer konnten die Weselaner nicht ihr tatsächliches Leistungsvermögen abrufen. Mit nicht zufriedenstellenden Gesamtrunden von 135 und 141 Schlag konnte man auf Essen keinen Boden gut machen. Am Ende der dritten Runde hatte man immer noch einen Rückstand von sechs Schlag auf Essen. Auch die Dormagener, die wohl nicht ganz an Ihren Trainingsleistungen anknüpfen konnten, blieben in Reichweite um den Tagessieg. Nur weitere sechs Schläge Rückstand auf unsere Mannschaft dokumentierten dies.

In Runde vier wurde es so richtig spannend. Ludger Honnacker aus Essen legte mit einer 24 den Grundstein für den Tagessieg. Alle anderen Essener spielten grüne Runde und am Ende hatte man 539 Schläge auf dem Konto. Die Dormagener konnten nicht ganz mithalten, eine rote Runde mit 30 Schlag musste mit in die Wertung. Am Ende waren es gesamt 550 Schläge.

Grundstein für den Tagessieg für die Essener? Was war mit der Mannschaft aus Wesel? Oliver Rathjens startete mit einer 26 gut für die Niederreiner. Michael Ponellis, Holger Kastner und Adolf Schilling spielten zwar grüne Runde, jedoch schien es, als lag man aussichtlos mit 9 Schlag zurück. Aussichtslos? Gibt es nicht, nicht für die Weseler Schlussspieler. Obwohl Stefan Seifert nicht gut gestartet war, fing er sich ab Bahn 10 und nahm seinen Essener Gegenspieler Schlag um Schlag ab und machte drei Schläge gut. So waren es wieder nur 6 Schläge. Marco Bettger wollte das Unmögliche möglich machen und die 29er Schlussrunde der Essener noch kontern. Er spielte Ass um Ass bis zur Bahn 14. Nur zwei zweier standen auf seiner Ergebnisliste. Doch an Bahn 14 hatte er bei zwei Schlägen jeweils einen Lochreisser und mit drei Schlägen beendete er die Bahn. An Bahn 15 gelang eine zwei. Das bedeutete, dass er nun drei Asse machen musste, um mit den Essenern gleich zu ziehen. Und wieder einmal bewies unser er Nervenstärke, wie schon in Dormagen. Die gesamte Mannschaft zitterte mit und jede Bahn konnte er mit einem Schlag beenden. Der Jubel an Bahn 18 war riesengroß.

So holte man sich den geteilten Heimsieg, den die Essener sich mehr als verdient hatten. Für Wesel bedeutet das Ergebnis gleichzeitig, dass sich die Ausgangslage zum Staffelseig vor dem letzten Spieltag bei Blau-Gold Essen sich erheblich verbessert hat. Der Vorsprung auf Dormagen beträgt jetzt drei Punkte. Eine direkte Platzierung hinter Dormagen ist vollkommen ausreichend ist, um den Staffelsieg zu erlangen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Dormagener Mannschaft bis zum letzten Schlag kämpfen wird und die Flinte nicht vorzeitig ins Korn wirft.

Ein hervorragendes Ergebnis spielte als Einzelspieler Waldemar Neuwirth, so zeigte er mit einer sensationellen 96, dass man auf ihn hätte setzen sollen. Dahinter folgte Marco Bettger mit 99 Schlag und Colin Seifert, der lediglich 100 Schlag benötigte. Damit führt Colin die Gruppe in der Staffel an, die nur an drei Spieltagen teilnehmen konnten.

Leider steht nach dem Spieltag fest, dass die Mannschaft aus Büttgen den Gang in Bezirksliga gehen muss. Nur zwei Punkte stehen nach vier Spieltagen auf dem Punktekonto und damit ist der Viertplatzierte Paffendorf uneinholbar. Kopf hoch, ihr ward immer sehr angenehme und sportliche Kameraden.

Ergebnisliste vom Spieltag:

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